FÖRDERER

GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES OBERÖSTERREICHISCHEN LANDESMUSEUMS

Die Gesellschaft zur Förderung des Oberösterreichischen Landesmuseums ist ein Verein, in dem sich kulturell interessierte Menschen zusammengeschlossen haben, die die OÖ Landes-Kultur GmbH in vielfältiger Weise unterstützen.

Ein umfangreiches kulturelles Programm verbindet sie mit den Sammlungen: Spezielle Führungen, Exkursionen und Reisen sind ein exklusives Angebot für die Mitglieder.

Wir laden Sie herzlich ein, der Gesellschaft zur Förderung des Oberösterreichischen Landesmuseums beizutreten. Mitglied können sowohl Einzelpersonen als auch Firmen und Institutionen werden. So unterstützen etwa bekannte Banken, Versicherungen und andere renommierte Unternehmen unseren Verein und damit unsere Museen.

Kontakt

GESELLSCHAFT ZUR FÖRDERUNG DES OÖ. LANDESMUSEUMS

+43 732/7720/52239
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DR. HELMUT OBERMAYR

Präsident

MAG. FLORIAN HAGENAUER

Vizepräsident

JOSEF KIENBAUER

Vizepräsident

MAG. ALEXANDER SEILER

Finanzreferent

MAG. RUDOLF KRAUS

Finanzreferent Stellvertreter

MMAG.a SIGRID LEHNER

Schriftführerin

Flyer über den Verein der Förderer

Vorteile der Mitgliedschaft

Unsere Förderer genießen

  • die Einbindung in einen Kreis kulturell interessierter Menschen
  • spezielle Blicke hinter die (musealen) Kulissen
  • exklusive Einladungen zu Previews, Führungen, Exkursionen und Reisen
  • freien Eintritt in alle Häuser des Oberösterreichischen Landesmuseums
  • Rabatte auf Kataloge, Buchpublikationen und Einkäufe im Museumsshop
  • Sonderkonditionen für Wirtschaftspartner

und unterstützen

  • die Ankäufe von wertvollen Objekten
  • die Restaurierung von einzigartigen Kunstwerken
  • die Forschungsprojekte der einzelnen Fachrichtungen
  • die Arbeit des Museums im Allgemeinen
  • die Bewerbung und Unterstützung des Museums nach außen
Formen der Mitgliedschaft

MITGLIED

Beitrag mindestens € 120,-

Sie leisten einen jährlichen Beitrag von mindestens € 120,- und erhalten freien Eintritt in alle Einrichtungen des Oberösterreichischen Landesmuseums, sowie eine Ermäßigung von 10% auf alle Publikationen und Shopartikel des Oberösterreichischen Landesmuseums.

 

FÖRDERER

Beitrag mindestens € 330,-

Förderer als Einzelmitglieder leisten einen Beitrag von jährlich mindestens € 330,-. Sie erhalten freien Eintritt in alle Häuser des Oberösterreichischen Landesmuseums, eine Reduktion von 25% auf alle Publikationen und 10% auf alle weiteren Shopartikel des Oberösterreichischen Landesmuseums, sowie einmal jährlich eine Publikation nach Wahl gratis.

 

FAMILIENFÖRDER

Beitrag mindestens € 500,-

Familienförderer zahlen einen Jahresbeitrag von mindestens € 500,-. Alle Familienmitglieder erhalten freien Eintritt in alle Häuser des Oberösterreichischen Landesmuseums, eine Reduktion von 25% auf alle Publikationen und 10% auf alle weiteren Shopartikel des Oberösterreichischen Landesmuseums.

 

JUNGFÖRDERER (BIS MAX. 35 JAHRE)

Beitrag mindestens € 60,-

Sie leisten einen jährlichen Beitrag von mindestens € 60,- und erhalten freien Eintritt in alle Einrichtungen des Oberösterreichischen Landesmuseums, sowie eine Ermäßigung von 10% auf alle Publikationen und Shopartikel des Oberösterreichischen Landesmuseums.

 

FIRMENFÖRDERER

Beitrag mindestens € 1.000,-
Beitrag mindestens € 3.000,-

Sponsoren zahlen einen jährlichen Beitrag von mindestens € 1.000,-. Sie erhalten 50 Freikarten für einen Besuch des Oberösterreichischen Landesmuseums, jährlich eine Logopräsenz auf einer der Drucksorten des Oberösterreichischen Landesmuseums sowie einmal jährlich eine Ermäßigung von € 500,- bei der Miete einer der Räumlichkeiten des Museums. Darüber hinaus bieten das Oberösterreichische Landesmuseum den Sponsoren besondere Betreuung z.B. bei Fachführungen für Mitarbeiter und Kunden des Sponsors.

Ab einem jährlichen Beitrag von € 3.000,- gewährt das Oberösterreichische Landesmuseum 200 Freikarten, einmal jährlich eine Logopräsenz und eine Ermäßigung von € 1.000,- bei der Miete des Festsaals des Schlossmuseums beziehungsweise eine kostenlose Verwendung des Festsaals in der Landesgalerie. (Personal- und weitere Unkosten werden in Rechnung gestellt – das Angebot gilt einmal jährlich). Darüber hinaus erhalten die Sponsoren besondere Betreuung z.B. bei Fachführungen für Mitarbeiter und Kunden des Sponsors. Für alle Mitglieder und Förderer beziehungsweise Sponsoren werden außerdem spezielle Reisen veranstaltet, die zum Selbstkostenpreis weiter verrechnet werden.

STEUERHINWEIS

Sponsorenleistungen sowie Mitgliedsbeiträge sind sowohl von der Lohn- als auch von der Einkommenssteuer absetzbar.

Ankäufe

Der Verein der Förderer unterstützt die Ankäufe von wertvollen Objekten für die OÖ Landes-Kultur GmbH.

Ankäufe 2021

Die OÖ Landes-Kultur GmbH freut sich über zwei Neuzugänge für die Sammlung Kunstgewerbe – ein verspätetes (Weihnachts)geschenk der Gesellschaft zur Förderung des Oberösterreichischen Landesmuseums: In einer vor wenigen Tagen abgehaltenen Jugendstilauktion im Dorotheum konnten zwei große Putti von Michael Powolny ersteigert werden. Die finanziellen Mittel stellte der Förderer-Verein zur Verfügung.

Der sogenannte „Papageno“-Putto (um 1916/1920) gehörte zu den von der Wienerberger Ziegelfabriks- und Baugesellschaft produzierten Kunstkeramikmodellen. Powolnys großer Putto „Winter“ („Winterputto“) wurde 1913-1915 von der „Vereinigten Wiener und Gmundner Keramik“ gefertigt.

Die beiden Figurinen sowie der aus der Sammlung Kastner stammende Putto „Frühling“ werden Teil der neu konzipierten Dauerausstellung sein, bei der das Kunstgewerbe dieser Epoche einen Schwerpunkt darstellen wird. Die Sammlung wird in nächster Zeit durch herausragende Beispiele ergänzt.

Die wichtigsten Ankäufe 1988 - 2020

Ankäufe seit 1988

Ankauf 2017 - Mädchen mit der Bernsteinkette

Das aus ungarischem Privatbesitz stammende Gemälde zeigt ein außerordentlich hübsches junges Mädchen in einer weißen, mit Spitze besetzten Bluse und einem hellblauen, über der Brust verschnürten Mieder. Um den Hals trägt sie eine im Licht schimmernde Kette aus hellem Bernstein. Das dunkle Haar ist geflochten und aufgesteckt. Die schwarze Stirnbinde und der Kranz aus Blumen und Ähren sprechen für einen festlichen Anlass, vielleicht ein Erntedankfest.


Das Bild ist seitlich aufsteigend mit „Joh. Baptist Reiter“ signiert und 1847 datiert. Es stammt damit aus jener Zeit, in welcher der aus Urfahr gebürtige und in Wien ausgebildete Maler am meisten geschätzt und von der Kritik mit Lob überhäuft wurde. Damals hatte er mehrere „Stammkunden“ wie Gabriel Baron Gudenus oder Freiherr von Eskeles, die regelrechte Sammlungen seiner Werke aufbauten. Aus dieser Zeit stammen seine gelungensten Kinderbilder, von denen mehrere 2013  in der Reiter-Ausstellung im Schlossmuseum zu sehen waren, darunter die „Zernagte Puppe“ (Privatbesitz Wien), das „Mädchen am Frühstückstisch“ (Landesmuseum Hannover), das „Frische Hemd“ (Belvedere, Wien) und die “Slawische Zwiebelhändlerin“ mit ihrem Baby im Umhängesack (Sammlung Leopold, Wien). 1848 entstand das in jeder Weise außergewöhnliche Bilderpaar eines Arbeiters und einer Arbeiterin als Revolutionäre (Museum of Fine Arts, Budapest). Geradezu sensationell ist auch die etwa gleichzeitige Darstellung der Schriftstellerin Louise Aston als „Emanzipierte“ in Männerkleidern. Aus dieser Zeit stammt auch Reiters verschollenes großes Hauptwerk, die „Landpartie“ mit einer Gruppe übermütig herumtollender, auf Bäume kletternder junger Mädchen – ein Werk, das selbst in der französischen Malerei ohne Vorbild ist.


Reiter war damals durch seine außergewöhnliche Themenwahl, die Unmittelbarkeit seiner Auffassung und die geradezu frappierende Brillanz seiner Malerei sehr geschätzt und anerkannt. Das nun aufgetauchte, in der bisherigen Literatur unbekannte Bild bestätigt sein Können und lässt die Bewunderung seiner Verehrer verstehen. Es stammt aus ungarischem Privatbesitz, hat also eine ähnliche Herkunft wie die erwähnten Arbeiterbilder und das Bild eines Mädchens mit Korallenkette, das einen Glasstein gegen das Licht hält. All diese Werke belegen, dass Reiter damals auch in Ungarn geschätzt war und gesammelt wurde.


Das nun aufgetauchte Gemälde würde die Sammlung des Schlossmuseums, das ja bereits einige Hauptwerke des Künstlers besitzt, um  ein weiteres bedeutendes Werk bereichern. Nachdem das Motiv zudem überaus reizvoll ist, bringt es alle Voraussetzungen mit, künftig ein Liebling der BesucherInnen zu werden.

Ankauf 2015- „Meister von Mondsee, Darbringung im Tempel, um 1492“ - Schlossmuseum Linz

Im Oktober 2000 konnte das Oberösterreichische Landesmuseum mit Hilfe von Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und eines privaten Sponsors eines der in alle Welt zerstreuten Gemälde des „Meisters von Mondsee“ ersteigern, die Altartafel „Anbetung der Könige“. Die Ausstellung „gotik SCHÄTZE oberösterreich“ im Jahr 2002 bot Anlass 500 Jahre nach ihrer Entstehung erstmals wieder eine Vereinigung aller Tafelbilder des namengebenden Altars von Stift Mondsee zu versuchen. Dabei konnte auch das in Schweizer Privatbesitz befindliche Gemälde der „Darbringung im Tempel“ gezeigt werden, das nun, dreizehn Jahre später, ebenfalls für das Museum erworben werden konnte.

Beide Gemälde bildeten ursprünglich den linken Flügel eines von Abt Benedikt Eck für die Marienkapelle des Klosters Mondsee gestifteten Altars, der vor 1828 zerlegt und verkauft wurde. Während die Skulpturen verschollen sind, gelangten die Bilder über den Kunsthandel in die Sammlungen des Fürsten Liechtenstein, der aber nur ein Gemälde behielt, und zwar jenes mit der Szene des 12-jährigen Jesus im Tempel. Die anderen kamen erneut in den Handel und über das Kunsthistorische Museum ins Belvedere. Zwei gelangten in Privatbesitz und schließlich in das Oberösterreichische Landesmuseum.
Das nun erworbene Gemälde der Darbringung im Tempel folgt dem Vorbild des berühmten, ebenfalls von Abt Benedikt gestifteten Pacher-Altars in St. Wolfgang, wirkt aber traditioneller und „gotischer“. Es ist deshalb naheliegend, dass es sich beim Mondseer Altar um das Werk eines der ortsansässigen Maler handelte, von denen zwei zur Jahreswende 1498/99 starben. Einer, Ruprecht Pichler, stammte aus Salzburg und war ein Bruder des Abtes von Stift St. Peter. Der andere, Hans Engelhart, genannt Nürnberger, hatte einen Bruder Heinrich, der es in Mondsee bis zum Bürgermeister brachte. Da keiner von ihnen gesicherte Werke hinterließ, ist eine Zuschreibung leider nicht sicher möglich.

Die weitgehend original erhaltenen historischen Räume des Schlossmuseums beherbergen eine reiche und bedeutende Sammlung mittelalterlicher Kunst.

Ankauf 2014 - Zwei Werkkomplexe der Oberösterreichischen Künstlerin Inge Dick

  • Inge Dick, Jahreszeitenprojekt, 1989, vierteilig, je 195 x 188 cm, mit je 289 Polaroids
  • Inge Dick, Boston Black, 1999, Polaroid, 264 x 133 cm

Ein programmatischer Schwerpunkt der Landesgalerie Linz liegt im Bereich der künstlerischen Fotografie. Die vom Förderverein angekauften Arbeiten „Boston Black“ und das „Jahreszeitenprojekt“ der oberösterreichischen Künstlerin Inga Dick bilden eine hervorragende Ergänzung des bereits davor in der Sammlung vorhandenen Bestandes an Werken der Künstlerin. Durch die beiden Neuerwerbungen wurde erreicht, dass das Werk von Inge Dick in der Landesgalerie adäquat und in prägnanten Beispielen aus den unterschiedlichen Werkphasen dokumentiert ist.

Ankauf 2014 - Sepp Auer, Ohne Titel

Um den Firmenförderern eine besondere und ihrem Engagement entsprechende Präsentationsplattform zu bieten, hat die Gesellschaft zur Förderung des Oberösterreichischen Landesmuseums auf meinen Ideenvorschlag hin den oberösterreichischen Künstler Sepp Auer beauftragt, eine Skulptur zu entwerfen.

In diesem Sinne ist die Idee einer Skulptur entstanden, die die Namen der Sponsoren als Stilelement in sich integriert, ohne dabei ihre ureigene Funktion als Kunstwerk zu gefährden. Das erklärte Ziel in diesem Zusammenhang ist, dass der Sponsor somit zum inhaltlichen als auch formalen Teil dieses Kunstwerkes wird, dabei aber seine Identität nicht nur erkennbar bleibt, sondern darüber hinaus auch zum künstlerischen Wesen der Skulptur beiträgt.

Ankauf 2013 - Kopffüßer-Vergesellschaftung („Ammonit“) - Schlossmuseum

Diese imposante Ansammlung von Kopffüßern wurde 2013 zum 20-jährigen Jubiläum des Biologiezentrums angekauft. Die mit den heutigen Tintenfischen verwandten Kopffüßer des Erdmittelalters (Ammoniten, Nautiliden und Belemniten) gehören zu den häufigsten und auffälligsten Fossilien der nördlichen Kalkalpen. Allerdings ist es eher selten, dass man, wie in diesem Stück Hallstätter Kalk vom Raschberg bei Bad Goisern, viele Arten in einem so engen Verbund findet. Bei den hier wunderschön aus dem Gestein heraus präparierten Fossilien handelt es sich um den langgestreckten Orthoceras dubium, zwei Simonyceras simonyi (hinten links), zwei Joannites cymbiformis (vorne links), sowie Pompeckjites layeri (unten rechts).

2011 - Verschütteter Raum im Schlossmuseum

(Großzügige Spende des Vereins zur Freilegung und Ausstattung des „Verschütteten Raums“)
Ein Raum im Westtrakt des Linzer Schlosses, ein Relikt des 1800 durch den Brand zerstörten Südflügels, blieb bis zu seiner archäologischen Freilegung im Zuge der Bauarbeiten des neuen Südtrakts „verschüttet“. Nun wird im Verschütteten Raum dem Erinnern Raum gegeben: Im Mittelpunkt steht die Geschichte von Jüdinnen und Juden sowie von Sinti und Roma, deren Existenz und kulturelle Beiträge in dieser Gesellschaft durch den Bruch des Nationalsozialismus vielfach zerstört und ausgelöscht wurden. Die Ausstellung thematisiert diesen Bruch, fragt nach dem Alltag davor und dem Umgang mit der Erinnerung und dem Weiterleben danach.

Der „Verschüttete Raum“ wurde mit großzügiger Unterstützung des Vereins der Förderer der Oberösterreichischen Landesmuseen freigelegt und ausgestattet.

Ankauf 2009 - Bronzemodell der Stadt Linz vor 1800 - Schlossmuseum

2009 erfolgte dessen Ankauf anlässlich der Eröffnung des neuen Südtraktes des Schlossmuseums.  Als großzügigen Beitrag des Förderervereins zur Wiedererrichtung des Südtraktes ließ er nach den Plänen des Linzer Kunsthistorikers und Architekten Roland Forster im Atelier der Glockengießerei Grassmayr in Innsbruck ein Modell der Stadt Linz im Maßstab 1:400 anfertigen. Das Modell mit insgesamt 850 Objekten zeigt in großer Präzision den Zustand der Stadt vor dem Brand im Jahr 1800.  Aus 17 in Verona gegossenen Einzelteilen ergibt die Rekonstruktion das zweitgrößte in Bronze gegossene Stadtmodell der Welt.

2006 - Restaurierung des "Donnerhäuschens"

Donner- und Bitzhäuschen in Form eines barocken Pavillons
Ende 18./Anfang 19. Jh.
Holz, Textil, Glas, Alpaka, Messing, Kupfer, Eisen
Inv. Nr. Ph 005, Museum Physicum

1963 wurde das physikalische Lehrmittelkabinett, das so genannte Museum Physicum, vom Akademischen Gymnasium Spittelwiese an das OÖ. Landesmuseum übergeben. Das Kabinett umfasst die physikalischen Bereiche Mechanik, Elektrizität, Magnetismus, Optik, Astronomie  und Wärmelehre. Das Donnerhäuschen gehört dem Themenbereich der Elektrizität an.

Ankauf 2005 - Franz Sedlacek, Osttiroler Landschaft

1934, Öl auf Sperrholz (LG 522), 47x62,5 cm
Standort: Depot Welserstrasse

Das Ölgemälde „Osttiroler Landschaft“ von Franz Sedlacek wurde 2005 anlässlich des Jubiläums „150 Jahre Landesgalerie“ von den Förderern der Landesgalerie Linz geschenkt. Dank ausführlicher Recherchen anlässlich der Veröffentlichung der Monographie und der Einzelausstellung „Der Maler Franz Sedlacek - Chemiker der Phantasie“, 2012/2013, in der Landesgalerie Linz, ist die Entstehung des Bildes und seine Zuordnung innerhalb des Gesamtwerkes des Künstlers möglich. Schriftliche Quellen belegen, dass die Arbeit im Jahre 1934 entstand, als Sedlacek als begeisterter Wanderer und Bergsteiger den Sommer in St. Jakob im Defreggental verbrachte. Darüber hinaus geben erhaltene Entwürfe zum Gemälde Auskunft über Bildkomposition und malerische Technik.

Ankauf 2004 - Der Schatzfund von Fuchsenhof - Schlossmuseum

(Dauerleihgabe des Vereins der Förderer des Oberösterreichischen Landesmuseums)
Im Herbst 1997 trat – wie vielleicht noch erinnerlich – in der unmittelbaren Umgebung von Freistadt auf den Gründen des ehemaligen Freisitzes Fuchsenhof ein mittelalterlicher Depotfund zutage, der fast 7000 Münzen, etwa 360 ganze oder fragmentierte Schmuckstücke sowie Rohmaterialien zur Schmuckherstellung (silberne Gusskuchen und Schmelzen, Goldfolien, Drähte, Schmucksteine etc.) enthielt und damit eines der umfangreichsten mittelalterlichen Schatzensembles überhaupt darstellt. Die Schmuckstücke waren in ganz unterschiedlichem Zustand überliefert, Halbfertigprodukte fanden sich ebenso wie bereits zerstörte und zum Wiedereinschmelzen vorbereitete Altstücke oder beispielsweise Fehlgüsse.
Die Gesellschaft der Förderer des Oberösterreichischen Landesmuseums konnte den gesamten Fund erwerben und stellte ihn dem Museum zur wissenschaftlichen Bearbeitung und dauernden Schaustellung im Schlossmuseum zur Verfügung. In den Jahren 1998 bis 2004 konnte im Rahmen eines breit angelegten internationalen Forschungsprojektes die umfassende Dokumentation sowie natur- und geisteswissenschaftliche Bearbeitung des Fundkomplexes durchgeführt werden. An den zahlreiche Untersuchungen waren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Fachrichtungen (Archäologie, Epigraphik, Germanistik, Geschichte, Metallurgie, Numismatik, Realienkunde) aus Institutionen des In- und Auslandes beteiligt.

Ankauf 2004 - Kaminuhr von Johan Georg Custerman - Technikgeschichte

1. H. 18. Jh.
gefertigt in Linz
Eichenholz, Messing, teilweise vergoldet
h 25,5 x b 22,5 x t 14 cm

2004 konnte das Oberösterreichische Landesmuseum mit der Unterstützung des Förderervereines in Vicenza eine wertvolle, noch voll funktionstüchtige Kaminuhr der Kleinuhrmacherfamilie Custermann erwerben. Die in einem dunkel gebeizten Eichenholzkasten befindliche Uhr ist durch Sichtfenster von vier Seiten zu betrachten. Das mit römischen Ziffern versehene Uhrenblatt ist aus Messing gefertigt und reliefiert, die Eckreliefs zeigen Darstellungen der vier Evangelisten mit ihren Attributen. In der Mitte befindet sich eine vergoldete Messingscheibe, die in arabischer Schrift die Ziffern „1“ bis „12“ aufweist.

Ankauf 2003 - Bei der Wahrsagerin - Kunstgeschichte

Johann Baptist Reiter
(1813-1890)
Öl/Lwd., 79 x 62,5 cm

Das 79 x 62,5 cm große Gemälde konnte kurz vor Weihnachten 2003 im Linzer Dorotheum um 9.150 Euro angekauft werden. Es handelt sich dabei um eines der letzten Werke des bekannten, aus Urfahr stammenden Künstlers, der gemeinsam mit seinem Landsmann Leopold Zinnögger an der Wiener Akademie studierte und in der 1840er Jahren zu einem der beliebtesten Porträt- und Genremaler der Donaumetropole aufstieg. Es zeigt ein elegant gekleidetes, offenbar aus der Stadt kommendes Paar, dem eine Zigeunerin aus der Hand liest.  Hart stehen hier zwei Welten einander gegenüber: die romantische Landschaft, in die sich das Zeltlager im Hintergrund harmonisch einfügt, und die in diese Idylle eindringenden, wie aus dem Modehaus kommenden Städter. Barfuß und im kurzen, durchaus gepflegten Kleid, scheint die junge Zigeunerin als Vermittlerin zwischen Natur und Über-Zivilisation.

Ankauf 2002 - Flugsaurier (Ptreodactylus kochi) - Schlossmuseum

Maße: Höhe: 29,5 x 28 cm
Stärke: ca 1 cm

Das einzigartige Fossil stammt aus den Solnhofer Plattenkalken in Bayern, wo Flugsaurierfunde zu den großen Seltenheiten gehören. Angeboten wurde das aus einer alten Sammlungen stammende Exemplar durch Herrn Stefan Schäfer aus Altdorf in Deutschland. Das hervorragend erhaltene Fossil befindet sich auf einer etwa 28 mal 29 cm großen Platte von 1 cm Dicke. Mit einer Flügelspannweite von nur etwa 50 cm war Pterodactylus kochi einer der kleinsten Flugsaurier. Nach neusten Erkenntnissen trug er einen helmartigen Kopfaufsatz aus Bindegewebe, war behaart und hatte vom Nacken über den Rücken eine Mähne. In der Kreidezeit (vor 140 bis 70 Millionen Jahren) erreichten die Flugechsen gigantische Ausmaße.

Ankauf 2002 - Hl. Josef mit Kind - Kunstgeschichte

Thomas Schwanthaler (1634-1707)
Holz, alte Fassung, H 155 cm

Die fast lebensgroße Figur stand in einem Wohnzimmer, als sie dem Museum zum Kauf angeboten wurde. Da der Preis die finanziellen Möglichkeiten weit überstieg, war der Ankauf im Jahr 2002 nur Dank der Unterstützung durch den Verein der Förderer möglich. Die bis dahin unbekannte Statue wurde kurz darauf  von Lothar Schultes in der angesehenen Zeitschrift PARNASS als Arbeit Thomas Schwanthalers publiziert. Die eindrucksvolle, gut erhaltene Figur ist heute eine Zierde des Barocksaals des Schlossmuseums. Sie zeigt den hl. Josef, der lebhaft mit dem Christuskind Zwiesprache hält – eine der damals seltenen Darstellungen einer liebevollen Vaterbeziehung. Schwanthaler verstand es wie nur wenige Barockbildhauer, in den BetrachterInnen Emotionen zu wecken, und das war, neben der stupenden Virtuosität seiner Schnitzkunst der Hauptgrund seines großen Erfolges.

Ankauf 1997 - Erwin Reiter, Reste der Gewalt, 1993/94, Bronze (LG 145)

163,5x106x98 cm
Standort seit 2011: Dauerausstellung Schloss

Die Bronzeskulptur „Reste der Gewalt“ gehört zu den bekannten Werken Erwin Reiters, in denen er seinen inzwischen unverwechselbaren Stil gefunden hat. Fragmentierte, wellenartige Elemente fügen sich in einen bildnerischen Kontext, der die Abstraktion zweier Figuren erkennen lassen, die wiederum im Zusammenspiel mit dem Titel inhaltliche Assoziationen zulassen. Die signifikante Wellenform erinnert an seine repräsentative Großskulptur „Strömung“, die anlässlich des Projektes „Forum Metall“ im Jahr 1977 für das Linzer Donauufer entsteht.

Ankauf 1996 - Gabriele Berger, „Geteilt ist gleich gesamt"

1995, Granit (LG 503), 2.tlg., je 161x147x25 cm
Standort: Figurenpark Landesgalerie

Die Granitskulptur „Geteilt ist gleich gesamt“ von Gabriele Berger wurde 1996 im Rahmen der Ausstellung "Unscharfe Geometrie" in der Galerie im Traklhaus und Trinkhalle Bad Ischl von den Förderern des Museums für den Skulpturenpark angekauft und im Figurenpark der Landesgalerie aufgestellt. Damit wurde nicht nur eine der wenigen weiblichen künstlerischen Positionen im Bereich Bildhauerei gewürdigt, sondern auch ein wichtiger Beitrag für die oberösterreichische Skulptur im öffentlichen Raum geleistet. Die aus zwei separaten Granitblöcken bestehende Skulptur, die mehr als zwei Tonnen wiegt, wird durch kleine, quadratische aus dem Stein geschnittenen Stücke aufgelockert und somit der Wucht der Steine eine gewisse Leichtigkeit verliehen.

Ankauf 1991 - Weibliche Heilige - Kunstgeschichte

Steyrer Bildhauer um 1470
Die fast lebensgroße Figur wurde 1991 mit Unterstützung des Vereins der Förderer des OÖ. Landesmuseums aus der Linzer Kunsthandlung Buchinger-Pöllmann erworben. Sie war natürlich 2002 in der Ausstellung „Gotik Schätze Oberösterreich“ zu sehen. Leider sind hier von der ursprünglich bunten Fassung nur noch spärliche Reste erhalten, die noch dazu durch einen Wachsüberzug nachgedunkelt sind. Die Figur stammt vom zerstörten gotischen Flügelaltar der Pfarrkirche von Königswiesen im Mühlviertel, die am Triumphbogen des Chors die Jahreszahl 1456 trägt.

Ankauf 1989 - Linzer Taler und 1993 - Linzer Dukat

Auch für unsere numismatischen Sammlungen konnte die Gesellschaft zwei Objekte erwerben. Das Museum sammelt im Sinne seines landeskundlichen Auftrages bevorzugt Gepräge aus den oberösterreichischen Münzstätten Enns, Linz, Freistadt und Braunau und besitzt hier auch die wohl weltweit umfangreichste Kollektion. Die bedeutendste Geldproduktion im Land erfolgte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts, als die in einem Haus am Linzer Pfarrplatz situierte Linzer Münzstätte vor allem Silber, aber auch ein wenig Gold vermünzte. Aus dieser Zeit stammen auch unsere beiden Stücke: Es handelt sich zum einen um einen undatierten Taler (Inv. Nr. 123/1989, 28,33g), der unter dem Münzamtsverwalter Wolfgang Puellacher in den späten 1540er Jahren entstand und im Avers das Bildnis des Landesfürsten Ferdinand I. und im Revers das auf dem einköpfigen Königsadler aufgelegte Wappen zeigt.Zum anderen wurde im Jahr 1993 ein Dukat aus dem Jahr 1554 (Inv. Nr. 110/1993, 3,52g) angekauft, der ein ganz besonderes Stück darstellt. Die Goldprägung in Linz muss immer recht bescheiden gewesen sein und – so wurde angenommen – erstreckte sich über die Jahre 1538 bis 1547, bis eben dieses Exemplar aus Linzer Privatbesitz auftauchte und belegte, dass man in Linz auch um die Mitte des 16. Jahrhunderts, als der Münzbetrieb bereits im Niedergang war, nochmals Gold vermünzt hat. Jedenfalls ist unser Linzer Dukat von 1554 – er zeigt das sortenübliche Bildkombinat des landesfürstlichen Wappens im Avers und des hl. Ladislaus im Revers -  bis heute ein Unikat geblieben und stellt eines der rarsten Stücke der Sammlung dar.

Ankauf 1988 - Metlesic Herbar (Gentiana)

Maße: jedes Blatt A3
Verschiedene Herbarmappen Maße: 55x45 cm Höhe ca 30 cm

Durch den 1988 getätigten Ankauf des Herbariums aus dem Nachlass von Hans Metlesics (*  29.12.1900 in Wien +  21.1.1985 in Wien) mit Unterstützung des Förderervereines durch das Oberösterreichische Landesmuseum konnte der Verbleib des wohl weltweit schönsten und sehr artenreichen Europa-Herbars in Österreich gesichert werden (ca. 18.000 Belege). Als hochgeschätzter Florist stand Metlesics mit vielen Botanikern seiner Zeit in intensivem fachlichen Austausch. Legendär waren seine Sammelreisen mit Botanikerkollegen, bei denen er im Gegensatz zu allen anderen Botanikern jeden zweiten Tag im Gelände „opferte“ um seine Aufsammlungen zu höchster ästhetischer Perfektion zu präparieren.

Ankauf 1988 – Pietà - Kunstgeschichte

Passau, E. 15. Jh., Holz, Originalfassung

Die Figur wurde 1988 mit Unterstützung des Vereins der Förderer und des Landeshauptmanns aus einer bedeutenden Welser Privatsammlung erworben. Der Ankauf war insofern spannend, weil sich auch die Direktion des Wiener Belvedere um eine Erwerbung bemühte und fest gekränkt war, als das OÖ. Landesmuseum den Zuschlag erhielt. Tatsächlich gehört das hervorragend erhaltene Werk zu den schönsten und am besten erhaltenen Werken unserer Sammlung. Das gilt insbesondere für die reiche Fassung und aufwändige Vergoldung. Es handelt sich um ein Vesperbild, auch Pietà (Mitleid) genannt, ein im 14. und vor allem im 15. Jh. stark verbreiteter Andachtsbildtypus, der den Bestrebungen spätmittelalterlicher Frömmigkeit sehr entgegenkam.

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