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VOM MASS­BAND ZUR DROHNE

grenz­genau seit mehr als 100 Jahren

13.11.24
29.06.25
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Seit die Menschheit sesshaft wurde, hat sie Informationen mit Raum­bezug erfasst und Grenzen dokumentiert. Nachdem anfänglich von fixen Punkten in der Natur aus Winkel und Strecken bestimmt und in Karten und Pläne eingezeichnet wurden, berücksichtigte man später auch die Erd­krümmung und entwickelte aufwändige Rechen­operationen. Mit dem Grundsteuer­patent von Kaiser Franz I. (1817) wurde eine grundstück­sgenaue Vermessung der gesamten damaligen Monarchie verfügt. Eine technische Meister­leistung, die noch heute die Basis für unseren Grundstücks­kataster bildet.

Nachdem über Jahrhunderte ausschließlich grafische Verfahren und mechanische Geräte zur Anwendung gelangten, führte die Erfindung des Fernrohrs zur Entwicklung immer präziserer optischer Vermessungs­instrumente, z.B. die so genannten Theodoliten, mit denen horizontale und vertikale Winkel gemessen werden konnten. Die Entwicklung von Tachymetern wiederum ermöglichte eine effizientere Entfernungs­messung zu an den Zielpunkten aufgestellten Messspiegeln. Ab den 1970er Jahren lösten erste Computer die mechanischen Kurbel-Rechenmaschinen ab, was die Berechnungen enorm beschleunigte und die Anwendung präziserer, aber auch viel aufwändigerer Rechen­modelle und Algorithmen ermöglichte. Einen enormen Schub für die Vermessungs­technik brachten schließlich die Satelliten­navigationssysteme, weil Vermessungen dadurch unabhängig von rein boden­gebundenen Mess­methoden möglich wurden.

In der modernen Geodäsie kommen auch Drohnen mit Mess­kameras und Lasertechnik zum Einsatz. So können mit den Mitteln der Fern­erkundung hochgenaue Orthofotos oder digitale Gelände­modelle erstellt werden. Heute stehen Universal­geräte zur Verfügung, die viele der gängigen Mess­methoden inklusive automatischer Steuerung, Registrierung und Auswertung in einem Gehäuse vereinen.

Anhand von über 100, noch nie gezeigten historischen Original­exponaten, Großteils aus dem Legat von Ing. Christian Wismayr und aus Beständen der Abteilung Geo­information und Liegenschaft beim Amt der Oö. Landes­regierung, wird Ihnen die Faszination der Vermessungs­technik in dieser Ausstellung näher gebracht.

     


Öffnungszeiten
Di-So, Fei 10:00 – 18:00
Festveranstaltung und Eröffnung
Di, 12.11.24, 17:00

Vor mehr als 100 Jahren wurde in der oberösterreichischen Landesverwaltung erstmals eine Vermessungsdienststelle eingerichtet.
Aus diesem Anlass laden die Abteilung Geoinformation und Liegenschaft beim Amt der OÖ. Landesregierung und die OÖ Landes-Kultur GmbH am Di, 12.11.24 zu einer Festveranstaltung und zur Eröffnung der Ausstellung „Vom Maßband zur Drohne – grenzgenau seit mehr als 100 Jahren“ ins Schlossmuseum Linz ein.

BEGRÜSSUNG
Alfred Weidinger, Wissenschaftlicher Geschäftsführer der OÖLKG

FESTVORTRAG
„Vom Maßband zur Drohne – grenzgenau seit mehr als 100 Jahren“
Kurt Pfleger, Abteilung Geoinformation und Liegenschaft (GeoL)

VORTRAG
„Vom Bild zur Information: Automatisierte Datenauswertung mittels KI.“
Felix Oberhauser, RISC Software GmbH

VORTRAG
„Die Zukunft der Vermessung: Virtuelle Welten durch digitale Technologien erschließen“
Daniel Höller, quapture GmbH

GRUSSWORTE & ERÖFFNUNG
Landesrat Günther Steinkellner


Anmeldung zur Eröffnung mit dem Kennwort VOM MASSBAND ZUR DROHNE bis 10.11.24 erforderlich unter: anmeldung@ooelkg.at